dies & das

Ein Haus ist kein Zuhause, solange kein Hund darin wohnt. (Gerald Durrell)

 

(Nicht ganz ernst gemeinter) Standard der „Ausstellungs-Version“ eines Pudels

 

Gesamterscheinung: Der sogenannte Ausstellungs-Pudel kann am besten als intelligenter, beherzter, ansehnlicher, eleganter Vertreter seiner Rasse beschrieben werden. Er hat den Stil eines Top Models, den gestählten Körperbau eines Olympioniken und das Gehirn eines Genies. All das sagt natürlich rein gar nichts über den Hund selber aus!

Eigenschaften: Wie eben erwähnt, haben wir nicht die geringste Vorstellung, aber es wird gemunkelt, dass es Exemplare gibt, die dazu neigen, ihren Aussteller im Bewertungsring in eine äußerst peinliche Lage zu bringen, nachdem sie sich vor ihrer Begutachtung 4 mal innerhalb von 10 Minuten direkt vor dem Ring erleichtert haben . Einigen scheint es tiefste Befriedigung zu verschaffen, unerfahrene Richter bis aufs Blut zu erschrecken, wenn sie genau in dem Moment versuchen, einen Grashalm aus der Kehle zu würgen, in dem der Richter die Zähne begutachtet. Rüden neigen dazu, im Bewertungsring auf dreifache Breite und Höhe zu wachsen, wenn sich in einem Umkreis von 20 m eine läufige Hündin aufhält. Und dann gibt es da natürlich noch die beiden Rüden/Hündinnen, die nach stundenlangem friedlichsten Kontakt auf dem Außengelände just zum Zeitpunkt des Betretens des Rings zu blutrünstigen, mordlustigen Kontrahenten mutieren, deren Trennung des Einsatzes von 4 mutigen Leuten bedarf. Dieses Verhalten wirkt Wunder bei Richtern, die sowieso schon vor „diesen grässlichen Lockenwölfen“ gewarnt worden waren. Treu ergeben bis zur Selbstaufgabe verteidigt ein Pudel sein Futter mit seinem Leben – erst recht, wenn es sich in der Jackentasche des Ausstellers befindet! Mit anderen Worten: der perfekte Hund für alle Gelegenheiten!!!!

Kopf: Von immenser Wichtigkeit, vor allem für den Hund. Für ihn/sie ist er unerlässlich zum Sehen, Hören und Essen, aber nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge. Bei Fehlen ist es nicht unbedingt ratsam, mit diesem Tier zu züchten, da das Problem als erblich bekannt ist. Richter, insbesondere Spezialzuchtrichter, bevorzugen Hunde mit Köpfen. Allgemeinrichter bezeichnen sein Vorhandensein als „wünschenswert“.

Fang: Alle Köpfe sollten einen solchen aufweisen. Er reicht von unter den Augen bis zur Nase.

Zähne: Alle Pudel sollten Zähne haben, nicht zu weit vorstehend und nicht zu weit zurückgesetzt. Es sollten insgesamt 42 sein. Falls Richter sie zu zählen wünschen, bitte darauf aufmerksam machen, dass sie dies auf ihre eigene Verantwortung hin tun und vor allem auf die großen, langen Exemplare im vorderen Bereich des Fangs hinweisen! Das komplette Fehlen der Zähne ist fehlerhaft und tritt meist in Kombination mit sehr ausladendem Hinterteil, durchhängender Oberlinie und heraushängender Zunge auf.

Augen: Pudel sollten über 2 Augen verfügen, die beide sehr genau jede Bewegung verfolgen. Es ist also sicher zu stellen, dass fast ununterbrochen gelächelt wird. Sie dürfen weder geschlossen sein, noch sollte eins davon fehlen. Schielen ist unerwünscht. Die Abwesenheit von Augen ist ebenso Grund zur Disqualifikation wie ihr paariges Vorhandensein auf einer Seite des Kopfes.

Ohren: siehe Augen. Auf keinen Fall nur auf einer Seite des Kopfes. Gerüschte Fledermausohren sind ein „No Go“, ebenso wie ihr Nichtvorhandensein. Vorsicht: Pudel können so verdammt stur sein – man sollte nicht immer gleich auf Taubheit tippen!

Hals: Wenn ein Kopf vorhanden ist, so folge man seiner Fortsetzung zum Leib. Findet man nichts, so versuche man es zur anderen Seite. Wie dem auch sei, es gibt keinen Extra-Bonus für einen Hals in exakter Position. Sehr selten wird ein fehlender Hals konstatiert. Falls doch, ist davon auszugehen, dass es sich um einen sehr unterernährten Vertreter der Rasse handelt. Für Aussteller schwierig zu kontrollieren, denn Halsbänder rutschen hinunter bis an die Vorderläufe und verursachen Stolpern.

Vorderbeine: Wenn ein Hals vorhanden ist, so ist er in der Regel mit einer Art Schulterkonstruktion verbunden, die ihrerseits wieder mit 2 Beinen in Verbindung steht. Die Beine sollten bevorzugt von gleicher Länge sein und die Pfoten sollten nach vorne weisen. Pfoten, die rückwärts gedreht sind, sind negativ zu bewerten, ebenso wie jede andere abweisende Ausrichtung. Beide Vorderbeine – ungeachtet der Hinterläufe - sollten bis zum Boden reichen. Gleiches gilt für die Hinterläufe mit Ausnahme von „sollten mit den Schultern verbunden sein“. Taucht wider Erwarten irgendwo ein Rasseexemplar auf, auf das diese Beschreibung zutreffen würde, so ist das unverzüglich bildlich zu dokumentieren. Die Anzahl der Beine sollte 4 nicht überschreiten, je ein Bein an jeder Ecke des Körpers bei einem normalen, gesunden Hund.

Rumpf: Dies ist der Körperteil, mit dem all das bisher Beschriebene auf die eine oder andere Weise verbunden ist. Wenn kein Rumpf vorhanden ist, so zieht das einen gehörigen Punktabzug nach sich. Die Beine sind an jeder Ecke angebracht , auf beiden Seiten. Zwischen den Beinen sollte sich am einen Ende eine Brust, am anderen zwei Dingerlein befinden. Punktabzug für falsche Positionierung dieser wesentlichen Elemente. Sehr viele Knochen befinden sich in der Brust. Ja, wenn man es recht bedenkt, so sind es sehr viele Knochen überall!

Rute: Wenn vorhanden, so ist sie entgegengesetzt zum Kopf angebracht. Falls kein Kopf vorhanden ist, so besteht ein ernsthaftes Problem. Falls er doch vorhanden ist, sollte sich die Rute zwischen den beiden Hinterläufen befinden, aber oberhalb dieser beiden Dingerlein. Sie sollte gerade nach hinten weggestreckt werden, wenn der Hund sich erleichtert. Ansonsten bitte Rute nicht berühren. Manchmal befindet sich auch eine Art Bürste an der Rute zur Lösung dieses Problems.

Farbe: Abhängig vom Geburtsort kann die Farbe variieren von schwarz bis alpinweiß und gescheckt.

Größe: Bei einem kleinen Hund sollte man auf einen „vertikal benachteiligten“ Richter Wert legen. Seine Beine sind in jedem Fall kürzer, was sich für die Bewertung als Vorteil erweist. Entspricht die Größe des Hundes nicht dem Standard (zu klein oder zu groß), so kann man ihm beibringen, jedes Mal, wenn ein Richter auf traditionelle Art ein Körmaß anlegen will, sein Bein zu heben ;-).

Fehler: Fragt man irgendeinen Züchter nach bemerkenswerten Fehlern bei Ausstellungshunden, so stellt man fest, dass es kaum Auffälligkeiten gibt, auf keinen Fall aber bei Tieren seines Zwingers. Fragt man daraufhin einen anderen Züchter, so kann es passieren, dass man auf einmal alles über die Fehler der Hunde dieses ersten Züchters erfährt.......

Disqualifizierungen: Rüden werden automatisch disqualifiziert, wenn sie bei dem Versuch erwischt werden, Finger, Hände, Ohren oder Nasen eines Richters zu entfernen. Man vergewissere sich, dass sie zwei Dingerlein unter der Rute haben. Bei Hündinnen müssen diese beiden Dingerlein nicht vorhanden sein. Sie werden jedoch nicht disqualifiziert, falls man sie dennoch findet.

 

 


 

 

 Ein Gespräch zwischen Hund und Mensch

 

Hallo? Hallo! Haaalllooo!!” Der Mensch schaut verwirrt um sich, da er doch allein mit seinem Hund zu Hause ist. Wieder: “Hallo! Hallo, so hörst du denn nicht, Mensch?” Mensch: “Ja, ich höre, wer spricht denn da ?”

“Ich bin es, dreh dich doch mal um, Mensch !”

Mensch: “Hund, bist du das?”

Hund: ,,Ja, ich bin es, warum hörst du nicht, wenn ich dich rufe ?”

Mensch: “Aber, Hunde können doch nicht sprechen !”

Hund: “Doch, können sie, ihr hört es nur einfach nicht.”

Mensch: “Hören ? Ja, aber wie denn ?”

Hund: “Wir schauen euch an und sprechen, wir geben euch die Pfoten, wir legen unsere Ohren vor oder zurück, und manchmal, aber auch nur, wenn ihr uns schlecht behandelt, zeigen wir auch die Zähne, nur ihr wollt uns einfach nicht hören.”

Mensch: “Hund, wenn ich gewusst hätte, daß du sprechen kannst, hätte ich dir doch zugehört.”

Hund: “Siehst du, Mensch. Du hast schon wieder nicht zugehört, ich habe es dir doch soeben erklärt.”

Mensch: “Hund, du hast recht, und ich verspreche dir Besserung.”

Hund: “Mensch, wir mussten auch eure Sprache lernen, ist es da zuviel verlangt, wenn wir von euch erwarten, daß ihr wenigstens versucht, uns zu verstehen ?”

Mensch: “Nein Hund, du hast vollkommen recht. Aber daß ich dich jetzt so hören kann, hat das einen Grund ?”

Hund: “Ja, das hat es in der Tat.”

Mensch: “Trage mir dein Anliegen vor !”

Hund: “Es geht darum, was ihr Menschen mit uns tut.”

Mensch: “Was tun wir denn mit euch ?”

Hund: “Ihr foltert uns !”

Mensch: "Aber wieso das? Habe ich dich jemals schlecht behandelt? Habe ich nicht immer dafür gesorgt das es dir an nichts mangelt ?”

Hund: “Mensch, was ich zum Leben brauche gibst du mir und auch an Zuneigung sparst du nicht, aber...”

Mensch: “Aber was ? Erkläre mir bitte was du meinst.”

Hund: “Es geht nicht nur um mich, es geht um alle Hunde zusammen!”

Mensch: “Ich verstehe dich nicht ganz !”

Hund: “Also gut, Frage: Unterteilen wir euch etwa in verschiedene Rassen?”

Mensch: “Ich weiß nicht, tut ihr es?”

Hund: “Nein, aber ihr tut es !”

Mensch: “Ist das ein Problem für euch ?”

Hund: “An und für sich nicht, aber einige von uns sind derzeit arm dran und auch uns anderen, vor allem uns Großen geht es nicht gut!”

Mensch: “Hund, erkläre mir das bitte genauer.”

Hund: “Einige von uns von euch unterteilte Rassen zumeist, wurden schlecht behandelt. Manche wurden einfach zueinander getan und in schlimmen Fällen in Keller gesperrt. Wir haben Angst und niemand kommt, um uns zu trösten, unregelmäßig und selten bekommen wir Futter und Wasser. Einige fressen sogar Ratten vor lauter Hunger. Wochen, manchmal Monatelang können wir die Sonne nicht sehen und das Gras nicht riechen.
In vielen Fällen sind wir wenigstens noch zu zweit, und wir trösten uns gegenseitig und haben uns lieb, manchmal auch so sehr, daß wir auch noch Nachwuchs bekommen, aber unseren Kindern geht es auch nicht gut. Den Müttern geht es an die Gesundheit, ihre Kinder zu nähren, und die Kleinen werden schwächer, weil keine Milch mehr da ist. Wir haben Angst, daß unsere Kinder nicht überleben.”

Mensch: “Hund, das ist ja furchtbar. Mir drückt das Herz!”

Hund: “Hör weiter zu! Eines Tages kommen die Folterer und bringen Menschen mit, und obwohl es uns so schlecht geht, freuen wir uns. Wir wedeln mit den Ruten und begrüßen den Besuch, doch anscheinend ist es nicht erwünscht, denn schon bald bekommen wir durch Tritte zu spüren, daß wir uns nicht freuen sollen. Die Mutter scheint zu spüren, daß etwas nicht stimmt. Sie fängt an zu knurren und zeigt den Menschen die Zähne.
Mit Gegenständen schlagen sie auf sie ein, und sie bleibt regungslos in einer Ecke liegen. Dann nehmen sie die Babys hoch. Sie packen sie im Nacken, und die Kleinen schreien und strampeln heftig, doch man lässt sie nicht los und so schnappen einige von ihnen in die Luft. Das scheint die Menschen zu freuen, und eine Menge Geld wandert von einer Menschenhand in die andere. Tag für Tag kommen die Menschen, bis alle Babys weg sind. Ihre Mutter rührt sich noch immer nicht.”

Mensch: “Hund, was hat das mit mir zu tun?”

Hund: “Wir brauchen eure Hilfe, darum hör mir weiter zu! Es vergehen viele Tage ohne Futter und Wasser für den Vater der Babys, und der Hunger wird immer größer. Die Mutter hat sich seit Tagen nicht mehr gerührt, und es beginnt sich ein Geruch auszubreiten, den wohl jedes Tier kennt. Der Vater überlegt noch, ehe er sich angewidert daran macht, die Mutter aufzufressen, das ist der Überlebungsinstinkt, den wir Hunde haben. Irgendwann kommen wieder Menschen und er fletscht seine Zähne und knurrt, so laut er kann.
Er hört einen der Menschen sprechen, der sagt: ,,Jetzt ist er soweit. Jetzt hast du einen guten, scharfen Hund und er wird Dir viel Geld einbringen." Die Menschen nehmen ihn mit nach draußen. Und obwohl er knurrt und die Zähne zeigt, wagt er nicht, die Menschen zu beißen, weil er nicht vergessen hat, was seiner Gefährtin widerfahren ist. Er wartet ab und geht folgsam, ohne Strick, mit den Menschen auf die Straße.
Er verhält sich ruhig, um nicht aufzufallen, und die Menschen werden unachtsam. In einer günstigen Minute rennt er los. Er rennt, so lange und so weit ihn die Pfoten tragen, und erst als er sicher ist, daß sie ihn nicht mehr verfolgen, läuft er gemächlich durch die Straßen. Zwischendurch schläft er in verborgenen Ecken oder unter Sträuchern. Doch nach einiger Zeit bekommt er Hunger und nähert sich den Häusern der Menschen. Er riecht an den Müllboxen, daß dort etwas Fressbares drin sein muss. Er schubst die Boxen um, was natürlich Lärm macht. Doch der Hunger ist stärker als der Fluchttrieb, und so bleibt er stehen.”

Mensch: “Hund, so komm auf den Kern der Sache, ich kann dir kaum folgen !”

Hund: “Gleich, Mensch gleich wirst du verstehen! Der Lärm macht die Menschen aufmerksam, die, sobald sie sehen, daß sich ein hungriger Streuner an den Boxen zu schaffen macht, mit Knüppeln auf ihn einschlagen und schließlich noch mit Steine bewerfen. Der Hund flüchtet sich, aber er hat sich gemerkt, daß die Menschen nicht nett sind, und so ist er bereit, sein Leben zu verteidigen. So begibt es sich, daß ein anderer Mensch mit Taschen daherläuft, aus denen es verführerisch riecht. Auf leisen Pfoten folgt der Hund dem Duft, und als der Mensch kurz wegschaut, wagt er es, seine Nase hineinzustecken. Jedoch bemerkt der Mensch das und fuchtelt mit den Armen herum und schaut den Hund böse an. Der Hund fürchtet erneute Schmerzen und beißt mal hier, mal dort hin.
Der Mensch liegt am Boden, doch in dem Augenblick erinnert sich der Hund an all die Qualen, die er erleiden musste, und seine Wut wird immer größer. Er handelt wie unter einem Zwang. Er fürchtet, daß die Schmerzen niemals mehr aufhören, wenn er loslässt, und hält fest. Dann ein lautes Geräusch! Etwas warmes läuft an seinem Körper herunter und ihm schwinden die Sinne. Dann wird es um ihn herum dunkel. Er hat keine Schmerzen mehr und er kann nichts mehr hören. Er schwebt ins angenehme Nichts. Die Augen schließen sich, und lautlos geht er dahin, wo seine Leidensgenossen bereits seit langem sind.”

Der Mensch weiß nicht, was er sagen soll.

Hund: “Und weil solche schlimmen Dinge geschehen sind, sollen wir anderen alle büßen. Die Menschen begreifen nicht, daß sie die Bösen sind. Und andere Menschen lassen uns jetzt leiden. Wir bekommen so seltsame Dinger um die Schnauze, die scheuern an den Lefzen und hindern uns daran zu hecheln, was aber doch sehr wichtig ist, weil wir nicht anders schwitzen können. Dann sind wir auch noch an den Strick gefesselt, und wir dürfen uns nicht mehr frei bewegen. Wir sind darüber verärgert und brummeln auch manchmal unsere Artgenossen an. Wir verstehen uns ja selbst nicht mehr, da diese Dinge unsere eigene Sprache unkenntlich machen, was zu Verwechslungen untereinander führt.
Wir langweilen uns, und manche lecken sich zuhause auf ihren Decken die Pfoten oder wir beißen uns irgendwo, bis wir den Schmerz spüren. Warum nehmen sich einige Menschen das Recht heraus, uns zu foltern? Warum darf ich nicht mehr mit meinem Stock oder dem Ball auf der Wiese toben, was mich immer so angenehm müde macht? Zuhause darf ich nicht bellen, draußen durfte ich vorher immer, aber mit diesem Ding auf der Schnauze kann ich es auch dort nicht mehr tun. Der Ball war auch nichts für die Wohnung, da die anderen Menschen im Haus sich dadurch gestört fühlen. Wie und wo sollen wir uns jetzt austoben?
Mensch, ich kann dir leider nicht garantieren, daß ich fröhlich bleibe und dazu noch immer nett und freundlich bin - alles und jedem gegenüber. Mir fehlt das Spielen und Rennen und ich möchte auch meine vierbeinigen Freunde wieder sehen und mit ihnen herumbalgen können. Ihr unterhaltet euch doch auch und spielt auch eure Spiele. Ist unser Leben denn weniger wert als eures?”

Mensch: “Hund, ich weiß was du mir sagen wolltest. Ich schreibe die Geschichte auf und sorge dafür, daß noch viele Menschen sie lesen. Und ich hoffe, daß auch sie begreifen werden, was du uns damit mitteilen wolltest. Hund, ist es das, was du möchtest ?”

Diesmal bleibt der Hund die Antwort schuldig.

Mensch: “Hund? Hund! Huuunnnd! Warum sagst du nichts mehr ?”

Der Hund schaut seinen Menschen offen an und schlägt mit der Rute schnell hin und her. Er hebt die Pfote, und der Mensch begreift, daß der Hund mit ihm spricht. Er nimmt die Pfote wie zum Handschlag und nimmt sich fest vor, die Geschichte weiterzugeben.


 

Wer nie einen Hund gehabt hat, weiß nicht, was

Lieben und Geliebt werden heißt.

(Arthur Schopenhauer, (1788 - 1860)


 Wassermann-Hund
21.01,- 19.02.
Von Zeit zu Zeit reitet den Wassermannhund den Teufel. Aber sonst ist er ein Schatz, gesellig und lieb. Freundschaft bedeutet dem Wassermann-Hund sehr viel, auch wenn es den letzten Knochen kostet. Er hat große Pläne, immer im Hinblick seine Hundewelt zu verbessern. Lieber tot als Sklave: Wassermann-Hunde haben eine autonome Seele. Nur freiwillig fügen sie sich - wenn Frauchen/Herrchen sich ihrer als würdig erweisen. In schweren Stunden sind sie die besten Tröster und Ermunterer.

 

 

 

  Fische-Hund
20.02 - 20.03
Verspielt, verschmust und eine sonnige Frohnatur. Kommt mit seiner positiven Lebenseinstellung immer und überall über die Runden. Ein sanfter, bescheidener Hund, der voller Hingabe zu seinem Menschen aufblickt. Fische-Hunde sind Zaubertiere, aber von Frauchen/Herrchen niemals ganz zu durchschauen. Sie haben den 6. Sinn und können als Schutzengel ihre Menschen durchs Leben führen. Als Gegenleistung muß auf ihre Ernärhrung geachtet werden;
sie schlucken (fast) alles.


Widder-Hund
21.03 - 20.04.
Widder-Hunde sind ganze Kerle: mutig, optimistisch, ausdauernd und temeramentvoll. Er stürzt sich mit Begeisterung auf Neuland. Dieser Dickkopf ist ein Stehaufmännchen, der im Alter ruhiger wird. Der Widder-Hund benötigt einen Boss, der ihm sagt, wo`s lang geht.
Dieser Hund will`s wissen, testet stets seine Grenzen, sucht Dominanz. Verbote nützen wenig, geduldige Erziehung ist alles. Frauchen/Herrchen müssen sich als klare Rudelführer erweisen, dann wird gerade der Widder-Hund zum verlässlichsten Freund und Beschützer.

 

  

 

  Stier-Hund
21.04 - 20.05
Unerschütterlich, ein bisschen albern. Ein charmanter Gemütshund, der stets auf Harmonie und Frieden bedacht ist. Er liebt die Häuslichkeit und seinen Garten. Er ist treu und geduldig bis zur Ewigkeit und ein großer Freund der Kinder. Für den Stier ist sein Zuhause auch sein Eigentum.
Frauchen/Herrchen darin sind sein Ein und Alles, mutig verteidigt er sie und seinen Besitz.

 

Zwillinge-Hund
21.05 - 21.06.
Der Zwillinge-Hund liebt Betriebsamkeit und Zuwendung. Charmant und lebhaft sowie für jeden Spaß zu haben. Er ist anpassungsfähig, neugierig und gewöhnt sich sehr schnell an eine neue Umgebung. Die Zwillinge unter den Hunden sind fröhlich, clownhaft, übermütig und wollen möglichst viele Freunde - unter Menschen und Hunden. Gute Laune ist ihr Kennzeichen, Frauchen/Herrchen sollten viel mit diesem Tier gemeinsam unternehmen. "Nur Gassie gehen ist für diesen Hund zu wenig" ("Nur Gassie gehen" ist eigentlich für jeden Hund zu wenig)

 

  Krebs-Hund
22.06. - 22.07.
Der geborene Zuhörer, treu, verschmust, aber eine Mimose.
Ein sensibles Seelchen unter den Vierbeinern (auch unter den Zweibeinern). Er sehnt sich nach Schutz und Geborgenheit und wünscht sich einen Ort, wo er die rauhe Welt um sich herum vergessen kann. Gehorsam??? Von Zeit zu Zeit!!!
Der Krebshund ist ein wunderbarer Freund und Kamerad. Nur Frauchen/Herrchen will er gehören, Kinder schließt er in sein Herz; er ist ein fantastisches Familienmitglied, das sich allerdings bei Bedrohung (echt oder eingebildet) in eine Hyäne verwandelt

 

 

Löwe-Hund
23.07. - 23.08.
Er ist der King und duldet keine Nebenbuhhler. Ein Löwe-Hund ist stolz auf sich selbst und strotzt vor Vitalität. Er ist der beste Freund für alle Zeiten. Er hat ein Herz für die Kleinen
und Schwachen, die er unter seine Fittiche nehmen kann.
Löwe-Hunde wollen Boss sein.
Dabei haben sie einn Herz aus Gold.
Frauchen/Herrchen müssen deshalb diese Tiere von Jugend an konsequent und liebevoll erziehen. Werden sie mit Härte gebrochen, werden aus diesen strahlenden Wesen nervöse aggressive Kläffer.

 

  Jungfrau-Hund
24.08 - 23.09.
Liebenswert, zurückhaltend, oft fast schüchtern, ansonsten ein Perfektionist im wahrsten Sinne des Wortes, der dies auch von seinen Menschen verlangt.
Perfekte Partner für Singels, weniger geeignet für lärmende Kinder. Sprunghaft und unruhig in der Jugend, findet er im Alter seine Stabilität. Jungfrauen sind "Kümmerer", sie kümmern sich um alles und wollen es Frauchen/Herrchen stets echt machen. Dabei bleiben sie unaufdringlich.
Kleines Problem: Nur Hochwertige Nahrung geben.

 

 

 

Waage-Hund
24.09. - 23.10.
Umgänglich, gesellig und tolerant, charmant und taktvoll das ist der Waage-Hund. Er schätzt die Vorzüge eines bequemen Lebens und weiß, wie man es macht. Er braucht viel Zuneigung und sein oberster Grundsatz ist, in Frieden zu leben. Waage-Hunde wollen überredet werden. Diese Tiere sind echte Partner und wollen als gleichwertige Wesen behandelt werden. Sie mögen keine "Erziehungsbrüllerei", weder von Frauchen/Herrchen, noch von Ausbilder-n/-innen. Außerdem: Sie sind Romantiker und schätzen Massage und Entspannung.
Alles Laute, Schrille törnt sie ab!!!

 
Skorpion-Hund
24.10. - 22.11.
Der Spürhund, der allen Dingen auf den Grund gehen muss.
Der Skorpion-Hund ist eigenwillig, er will sich behaupten und wenn er etwas unternimmt, dann ganz oder gar nicht.
Mit den Skorpion-Hund wird es garantiert nie langweilig.
Er hat allerdings eine Paraderolle angeboren: Die beleidigte Leberwurst:
Verlässlich und treu - aber auch leidenschaftlich! Das macht Skorpion-Hunde manchmal schwierig.
Frauchen/Herrchen müssen deshalb deutlich klären, wer der Chef ist. Und sich dabei nicht von den treuen Augen mit dem Blick ins Innerste der Menschenseele ablenken lassen

 

  Schütze-Hund
23.11. - 21.12.
Sportlich-fit bis hyperaktiv, liebt Trubel und Abenteuer.
Schütze-Hunde brauchen sehr viel Entfaltungsmöglichkeiten und Freiraum. Voller Idealismus ist er ständig auf der Suche nach dem großen Sinn des Hundedaseins. Der Hund Für alle Fälle, der überall dabei sein will. Schütze-Hunde gehen mit Frauchen/Herrchen durch Dick und Dünn,beste Freunde sind sie und vor allem Beschützer, die sich auf Dauer dann am wohlsten fühlen, wenn sie stets an der Seite ihrer Menschen sein dürfen.

 

  Steinbock-Hund
22.12. - 20.01.
Beständig und loyal, geduldig und ausdauernd. Ein treuer Gefährte, der auch recht eigenständig und robust sein kann.
Der Steinbock-Hund kann auch reserviert sein und auf stur schalten. Eher Einzelgänger als Partylöwe. Diese Hunde sind geborene Sheriffs, die selbst entscheiden, wer gut und wer böse ist.
Das äußern sie lautstark! Auch wenn Frauchen/Herrchen gegen Steinbock-Ansichten verstoßen, fühlt sich ihr Hund in der Pflicht und teilt das mit.
BASTA.

 


 

Das gute Verhältnis zwischen Mensch und Hund beruht nicht zuletzt darauf, dass Hunde keine Menschenkenntnis besitzen.

???


Hundemenschen 

 

Hundemenschen sind eine ganz spezielle Rasse, die aber nicht anerkannt ist: 

 

und Du hast Hundefreunde die finden Di* Sie haben immer einen Katalog für Prüfungen/Ausstellungen bei der Hand, aber können die Telefonrechnung nie finden

* fahren Kombies, Vans oder Wohnmobile

* haben Spezialhundeanhänger, die oft wertvoller sind als manche Autos

* Sie finden es kein Problem, in der Nacht um 4 Uhr angerufen zu werden,
   um bei einer Welpengeburt zu helfen, aber sie telefonieren absolut nicht, wenn die Hunde für    eine Ausstellung zurechtgemacht werden


* fahren 600 km weit, geben 100 Euro für Benzin aus, 200 Euro für Übernachtung und Essen um einen Pokal für 10 Euro zu gewinnen

* Sie vergessen nie, ihre Meldegebühr für eine Prüfung/Ausstellung zu bezahlen, aber alle anderen Rechnungen werden normalerweise 10 Tage zu spät bezahlt

* Sie verkaufen ihr teures Haus in der Stadt, um in ein altes Bauernhaus auf dem Land zu ziehen

* Sie finden es kein Problem, viele Stunden in einer schwierigen Stellung zu sitzen, während die Welpen geboren werden
  
* Sie haben Eltern, die glauben, sie sind verrückt...  Sie haben Nachbarn, die meinen, sie sind sonderbar...
  
*  Sie haben Ehepartner, die manchmal deren Meinung sind...
                     

und Du hast Hundefreunde die finden Dich phantastisch!


Die folgende Geschichte habe ich in Internet auf einer Katzenseite gefunden. Ursprünglich war sie aus der Sicht einer Katze geschrieben. Ich habe sie etwas geändert, damit sie auf unsere Hunde passt. Sie handelt vom Abschied nehmen und ich hoffe ihr findet sie genau so schön wie ich.

Als Autorin des Originaltextes wird Anne Kolaczyk, 5.2.98, angegeben.

Warum wir die Tränen wählen

Der kleine Welpe im Himmel blieb plötzlich stehen. Hinter ihm spielten Hunde auf einer bunten Sommerwiese, jagten einander und rauften spielerisch. Es sah so fröhlich aus, aber vor ihm, im klaren ruhigen Wasser des Teiches, sah er sein Frauchen. Und sie weinte bitterlich. Er tapste ins Wasser und versuchte, sie zu berühren und als er das nicht konnte, hüpfte er hinein. Nun war er ganz nass und Frauchens Bild tanzte auf den Wellen fort. "Mommy!" rief er. "Ist etwas nicht in Ordnung?" Der kleine Welpe drehte sich um. Eine Dame stand am Ufer des Teiches, mit traurigen, aber liebevollen Augen. Der kleine Welpe seufzte und kletterte aus dem Wasser. "Das muss ein Fehler sein", sagte er. "Ich sollte nicht hier sein". Er sah zurück ins Wasser und das Bild seiner Mommy spiegelte sich wieder darin. "Ich bin doch noch ein Baby. Mommy sagt, das muss ein Irrtum sein. Sie sagt, ich darf gar nicht hier sein". Die freundliche Dame seufzte und setzte sich ins Gras. Der kleine Welpe kletterte in ihren Schoß. Es war nicht Mommys Schoß, aber es war fast genauso gut. Als sie begann, ihn zu streicheln und genau dort unter dem Kinn zu kraulen, wo er es am liebsten mochte, fing er fast gegen seinen Willen zu wedeln an. "Ich fürchte, es ist kein Fehler. Es ist Dir bestimmt, hier zu sein, und Deine Mommy weiß es tief in ihrem Herzen" sagte die Dame. Der Welpe seufzte und lehnte seinen Kopf an den Fuß der Dame. "Aber sie ist so traurig. Es tut mir so weh, sie so weinen zu hören. Und auch Daddy ist traurig". "Aber sie wussten von Anfang an, dass dies geschehen würde". "War ich denn krank?" Das überraschte den kleinen Welpen. Niemand hatte jemals etwas darüber gesagt und er hatte oft zugehört wenn sie dachten, er schliefe. Sie sprachen stets nur darüber, wie süß er doch war und wie schnell er gewachsen war. "Nein, sie wussten nicht, dass Du krank warst", sagte die freundliche Dame. "Aber dennoch wussten sie, dass sie die Tränen gewählt hatten". "Nein, das taten sie nicht", sagte der kleine Welpe. "Wer würde schon Tränen wählen?" Sanft küsste die Dame sein Köpfchen. Er fühlte sich sicher und warm und geliebt - aber er war noch immer voll Sorge um seine Mommy.

"Ich will Dir eine Geschichte erzählen", sagte die Dame. Der Welpe sah auf und sah die anderen Tiere näher kommen. Katzen, Hunde, Pferde, sogar eine Eidechse und einige Ratten und Hamster. Alle legten sich erwartungsvoll ins Gras rund um die Dame und sahen wartend zu ihr auf. Sie lächelte und begann: Vor langer, langer Zeit gingen die kleinen Engel zum Oberengel und baten ihn um Hilfe, weil sie so einsam waren. Der Oberengel brachte sie zu einer großen Mauer mit vielen Fenstern und ließ sie aus dem ersten Fenster auf alle möglichen Dinge schauen - Puppen und Stofftiere und Spielzeugautos und vieles mehr. "Hier habt ihr etwas, das ihr lieben könnt,", sagte der Engel. "Diese Dinge werden eure Einsamkeit vertreiben". "Oh, vielen Dank", sagten die kleinen Engel. "Das ist gerade, was wir brauchen". "Ihr habt das Vergnügen gewählt", erklärte ihnen der Oberengel. Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück. "Dinge kann man schon lieben", meinten sie. "Aber sie kümmern sich nicht darum, dass wir sie lieben". Der Oberengel führte sie zum zweiten Fenster. Sie sahen hinaus und sahen alle möglich Arten wilder Tiere. "Ihr könnt diese Tiere lieben", sagte er."Sie werden wissen, dass ihr sie liebt." Die kleinen Engel waren begeistert. Sie liefen hinaus zu den Tieren. Einer gründete einen Zoo, ein anderer ein Naturschutzgebiet, einige fütterten die Vögel. "Ihr habt die Befriedigung gewählt", sagte der Oberengel. Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück. "Sie wissen, dass wir sie lieben", sagten sie. "Aber sie lieben uns nicht wieder. Wir möchten auch geliebt werden."
So führte sie der Oberengel zum dritten Fenster und zeigte ihnen die Menschen. "Hier sind Menschen zum Lieben", erklärte er ihnen. Die kleinen Engel eilten hinaus zu den Menschen. "Ihr habt die Verantwortung gewählt", sagte der Oberengel. Aber bald waren sie wieder zurück. "Menschen kann man schon lieben", klagten sie "aber oft hören sie auf, uns zu lieben und verlassen uns. Sie brechen unsere Herzen." Der große Engel schüttelte den Kopf. "Ich kann euch nicht mehr helfen. Ihr müsst mit dem zufrieden sein, was ich euch gegeben habe." Da entdeckte einer der kleinen Engel ein weiteres Fenster und sah kleine und große Hunde und Katzen, Eidechsen, Hamster und Frettchen. Die anderen liefen herbei und bestaunten sie. "Was ist mit denen?" riefen sie. Aber der Oberengel schob sie vom Fenster weg. "Das sind Gefühlstrainer", sagte er. "Aber wir haben Probleme mit ihrem Operating System." "Würden sie wissen, dass wir sie lieben?" fragte einer. "Ja", erwiderte der Oberengel widerstrebend. "Und würden sie uns wiederlieben?" fragte ein anderer. "Ja", erwiderte der große Engel. "Werden sie je aufhören, uns zu lieben?" riefen sie. "Nein", gestand der große Engel. "Sie werden euch für immer lieben." "Dann sind sie genau das, was wir uns wünschen", riefen die kleinen Engel. Aber der Oberengel war sehr aufgeregt. "Ihr versteht nicht", erklärte er ihnen. "Ihr müsst sie füttern. Und ihr müsst ihre Umgebung reinigen und immer für sie sorgen." "Das tun wir gerne", riefen die kleinen Engel. Und sie hörten nicht zu. Sie beugten sich nieder und nahmen die zahmen Tiere in die Arme und die Liebe in ihrem Herzen spiegelte sich in den Augen der Tiere. "Sie sind nicht gut programmiert" rief der Oberengel, "es gibt keine Garantie für sie. Wir wissen nicht, wie lange sie halten. Manche hören sehr rasch auf zu funktionieren, und manche halten länger!" Aber das kümmerte die kleinen Engel nicht. Sie drückten die warmen weichen Körperchen an sich und ihre Herzen füllten sich mit Liebe, so dass sie fast zersprangen. "Wir haben unsere Chance!" riefen sie. "Ihr versteht nicht", versuchte es der Oberengel zum letzten Mal. "Sie sind so gemacht, dass selbst der Haltbarste von ihnen euch nicht überleben wird. Euer Schicksal wird sein, durch ihren Verlust zu leiden!" Die kleinen Engel betrachteten die Tiere in ihren Armen und schluckten. Dann sagten sie tapfer: "Das macht nichts. Es ist ein fairer Tausch für die Liebe, die sie uns geben." Der Oberengel sah ihnen nach und schüttelte den Kopf. "Nun habt ihr die Tränen gewählt", flüsterte er.

"Und so ist es auch geblieben", meinte die freundliche Dame. "Und jede Mommy und jeder Daddy weiß das. Wenn sie euch in ihr Herz schließen, wissen sie, dass ihr sie eines Tages verlassen werdet und sie weinen müssen." Der kleine Welpe setzte sich auf. "Warum nehmen sie uns dann zu sich?" fragte er erstaunt. "Weil auch nur eine kurze Zeit eurer Liebe den Kummer wert ist." "Oh", sagte der kleine Welpe und starrte wieder in den Teich. Da war noch immer das Bild seiner Mommy, weinend. "Wird sie jemals aufhören zu weinen?" Die Frau nickte. "Sieh, der Oberengel bedauerte die kleinen Engel. Er konnte die Tränen nicht wegzaubern, aber er mochte sie besonders." Sie tauchte die Hand in den Teich und ließ das Wasser von ihren Fingern tropfen. "Er machte heilende Tränen aus diesem Wasser. Jede Träne enthält ein bisschen von der glücklichen Zeit und all dem Wedeln und Streicheln und der Freude an Dir. Wenn Deine Mommy weint, heilt ihr Herz. Es mag seine Zeit dauern, aber durch ihre Tränen fühlt sie sich besser. Nach einiger Zeit wird sie nicht mehr so traurig sein, wenn sie an Dich denkt, und sich nur der schönen Zeit erinnern. Und sie wird ihr Herz wieder für einen neuen Hund öffnen." "Aber dann wird sie eines Tages wieder weinen!" Die Dame lächelte ihn an und stand auf. "Aber sie wird auch wieder jemanden lieb haben. Daran wird sie denken". Sie nahm den Welpen in ihre Arme und kraulte ihn genau dort am Ohr, wo er es so mochte. "Sieh nur, die Schmetterlinge kommen. Sollen wir nicht spielen gehen?" Die anderen Tiere liefen voraus, aber der kleine Welpe wollte seine Mommy noch nicht verlassen. "Werden wir jemals wieder zusammen sein?" Die freundliche Dame nickte. "Du wirst in den Augen jedes Hundes sein, den sie ansieht. Und sie wird Dich im Wedeln jedes Hundes fühlen, den sie streichelt. Und spät in der Nacht, wenn sie einschläft, wirst Du ihr nahe sein und ihr werdet beide Frieden haben. Und bald, eines Tages, wirst Du ihr einen Regenbogen senden, damit sie weiß, dass Du in Sicherheit bist und hier auf sie wartest." "Das gefällt mir", sagte der kleine Welpe und warf einen letzten langen Blick auf seine Mommy. Er sah ihr Lächeln unter ihren Tränen und wusste, dass ihr eingefallen war, wie er fast in den Teich gefallen wäre. "Ich hab' dich lieb, Mommy", flüsterte er. "Es ist schon okay, wenn Du weinst". Er blickte zu den anderen, die spielten, und lachten mit den Schmetterlingen. "Oh, Mommy! Ich gehe jetzt spielen, okay? Aber ich werde immer bei Dir sein, das verspreche ich." Dann wandte er sich um und lief den anderen nach...

 

 


 

"Haben Tiere eine Seele und Gefühle“ kann nur fragen, wer über keines der beiden verfügt.
(Eugen Drewermann)


 

 


 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 



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